Hallo Besucher:in,
Mein Name ist Julia. Ich helfe dir die Einsichten zu finden, die es dir ermöglichen deinen eigenen Weg zu gehen.
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Mein Ziel ist es, aktuelles psychologisches Wissen und Interventionen der Positiven Psychologie für andere neurodivergente Erwachsene zugänglich zu machen und Barrieren abzubauen. Denn auch Menschen mit einer unsichtbaren Beeinträchtigung können im Leben gedeihen und aufblühen - auf unsere Weise!
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Ich bin eine neurodivergente Psychologin und Expertin für digitale Kommunikation mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung (mehr dazu hier). Meine späte Diagnose hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, zu verstehen, wie unser Gehirn funktioniert, und seine vielen besonderen Stärken voll auszuschöpfen.
Creative Journaling with a neurodivergent Psychologist
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Unser Gehirn ist nicht kaputt, es kann unser größtes Kapital sein. Aber um das zu glauben, muss man es zuerst verstehen. Um den eigenen, authentischen Weg zu finden, hilft es, zuerst sich selbst zu entdecken – und die Schwächen und Stärken deines Gehirns.
Meine fünf ethischen Richtlinien
Richtlinie 1: Evidenzinformiert und personenzentriert
Ich gestalte jede Intervention evidenzinformiert und gleichzeitig personenzentriert, indem ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit den individuellen Werten, Stärken und Lebensrealitäten meiner neurodivergenten Klientinnen verzahne.
Bedeutsamkeit: Neurodivergente Erwachsene (NE) sind in randomisiert-kontrollierten Studien systematisch unterrepräsentiert. Standardisierte Positive-psychologische Interventionen wurden fast ausschließlich an neurotypischen Stichproben validiert. Eine alleinige Orientierung an der Evidenz würde daher neurodivergente Bedürfnisse unsichtbar machen. Umgekehrt wäre reine Intuition ohne Evidenz unverantwortlich. Die ethische Antwort ist die Integration: Evidenz als Ausgangspunkt, nicht als Ziel.
Nutzen für die Klient*innen: Sie werden nicht gezwungen, sich an neurotypische Normen anzupassen. Stattdessen bekommen sie Interventionen, die zu ihrer Informationsverarbeitung und ihren persönlichen und neurodivergenten Stärken passen.
Nutzen für das Feld: Durch meine akademische Arbeit und Veröffentlichungen erhält die Coachingwissenschaft Praxiswissen aus einer bislang vernachlässigten Population. So können Coachinginterventionen zunehmend für NE angepasst werden.
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Richtlinie 3: Regelmäßige ethische Supervision eigener Werte
Ich reflektiere meine eigenen Werte und Annahmen regelmäßig im Rahmen einer ethischen Supervision mit einem anderen neurodivergenten Psychologen und Senior Lecturer an der Universität von Portsmouth, um nicht meine Vorstellungen von "gutem Leben" als NE auf Klient*innen zu übertragen.
Bedeutsamkeit: Jeder Coach hat eigene implizite Vorstellungen davon, was ein "gutes Leben" ausmacht: Karriere, Grad der sozialen Einbindung, Work-Life-Balance, emotionale Regulation. Für neurodivergente Klient*innen können diese Ideale jedoch unerreichbar oder sogar schädlich sein, abhängig von der Art der Neurodivergenz - zum Beispeil die Vorstellung, dass viele soziale Kontakte zu pflegen immer positiv ist. Für eine autistische Person mit autistischem Burnout ist dies nicht der Fall.
Nutzen für die Klient*innen: Sie werden vor Übergriffigkeit geschützt. Das Coaching fokusiert sich auf ihre Stärken, Schwächen und Ziele, nicht meine.
Nutzen für das Feld: Ethische Supervision durch neurodivergente Supervisoren wird zum Qualitätsstandard. Auch Auftraggeber können sich darauf verlassen, dass ein reflektierter Coach am Werk ist der die spezifischen Belange von neurodivergenten Erwachsenen nicht nur logisch versteht, sondern nachempfinden kann.
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Richtlinie 2: Keine Pathologisierung
Ich vermeide pathologisierende Sprache und Kontextualisierung soweit möglich, da neurodivergente Bedürfnisse keine Defizite, sondern Unterschiede sind, die Respekt und Anpassung verdienen, gemäß ethischen Richtlinien der Gleichstellung und Inklusion.
Bedeutsamkeit: Viele NE haben Traumaerfahrungen durch diagnostische Sprache, wie: "Störung", "defizitär", "verzögert". Diese Sprache übernimmt die Außenperspektive der Defizitorientierung. Sie beschreibt nicht, was die Person braucht, sondern was sie im Vergleich zur neurotypischen Norm nicht kann. Eine ethische Coachingpraxis wechselt die Perspektive weg von "Was fehlt?" und hin zu "Was wird gebraucht?".
Nutzen für die Klient*innen: Selbstakzeptanz statt Selbstpathologisierung. Die Klient*innen lernen, ihre Bedürfnisse ohne Scham zu kommunizieren.
Nutzen für das Feld: Die Coachingpraxis wird zum Vorbild für eine neurodiversitäts-orientierte Sprache. Durch meinen Newsletter den auch andere Coaches abonnieren, hoffe ich dies auch über die Einzelcoachings hinaus in Teams und Organisationen zu bringen.
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Richtlinie 4: Transparenz über Grenzen, Interessen und Bedingungen
Ich kommuniziere transparent über Grenzen meiner eigenen Kompetenz sowie meiner Neurodivergenz, über Interessenskonflikte und über die Bedingungen meiner Arbeit - auf meiner Webseite, im Vorgespräch und fortlaufend im Coachingprozess.
Bedeutsamkeit: Neurodivergente Klient*innen haben oft negative Erfahrungen mit undurchschaubaren Machtverhältnissen gemacht - in der Ausbildung, der Arbeitswelt, dem Gesundheitssystem. Transparenz und offene, direkte Kommunikation ist hier eine essenzielle Voraussetzung für eine wahrhaftig aufgeklärte Einwilligung. Das bedeutet: Ich sage klar, was ich kann, was ich nicht kann, wie meine Kommunikation mit Klient:innen abläuft, wann ich eine Überweisung vornehmen werde, und wie ich finanziert bin.
Nutzen für die Klient*innen: Planbarkeit und Sicherheit. Die Klient*innen können eine informierte Entscheidung treffen, ob sie mit mir arbeiten möchten. Sie wissen, was sie von mir erwarten können und wie der Coachingprozess ablaufen wird.
Nutzen für Auftraggeber: Unternehmen und Institutionen, die mich beauftragen, wissen genau, auf welche Haltung und welche Grenzen sie sich einstellen können.
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Richtlinie 5: Zugängliche, inklusive Psychoedukation
Ich biete psychoedukative Inhalte in zugänglicher Form an (mehrsprachig, visuell unterstützt, tempo-unabhängig) und mache mein Wissen explizit, weil informierte Klient*innen bessere Entscheidungen für ihr eigenes Wohlbefinden treffen können.
Bedeutsamkeit: NE haben spezifische Zugangsbedürfnisse zu Information auf Grund ihres sensorischen Profils. Dazu gehören z.B.: langsamere oder schnellere Lesegeschwindigkeit, auditive Verarbeitungsunterschiede, visuelle oder schematische Lernpräferenzen, oder der Bedarf an Leichter/ Einfacher Sprache. Standardisierte Webseiten und Testverfahren, sowie andere Coaching Tools, schließen diese Menschen aus. Daher mache ich mein Wissen explizit, sowie variabel und einfach zugänglich.
Nutzen für die Klient*innen: Eigenständigkeit und bessere Entscheidungen. Sie müssen nicht erst nachfragen, um zu verstehen, worauf sie sich einlassen. Das spart Energie, bzw. Allostatic Load (McEwen, B. S., 2000), eine zentrale Ressource für NE.
Nutzen für das Feld: Zugänglichkeit wird zum Standard für Inklusion anstatt zum Luxus. Meine Webseite kann als Modell für andere Coachingpraxen dienen, die sich neurodivergenten Klient:innen annehmen.
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